Professionelles Bloggen: So wird das Hobby zum Beruf

bloggen lernen

Kaum ein Format im Internet hat in den vergangenen Jahren so sehr an Beliebtheit gewonnen wie das Bloggen. Nicht nur viele Privatpersonen füllen tagtäglich Weblogs mit Inhalten – auch erfolgreiche Unternehmen und Verbände legen immer mehr Wert darauf, mit Blogs auf Themen aufmerksam zu machen und mehr Reichweite zu gewinnen. Doch worauf kommt es beim erfolgreichen Texten an – und wie kann jeder Einzelne professionelles Bloggen lernen?

Was auf den ersten Blick einfach klingen mag, bringt erst bei der professionellen Herangehensweise so manche Herausforderungen mit sich – denn bei der professionellen Content-Produktion für einen Blog geht es um mehr als nur um Texte: Vor allem Themenwahl, Textgestaltung, Strategie und SEO-Aufbereitung gehören zu den wichtigsten Aspekten, um aus einem einfachen Blogartikel ein professionelles Produkt werden zu lassen. Wer sich weiterbildet und die wichtigsten Maßgaben beherzigt, kann aus einem Hobby vielleicht schon bald eine neue berufliche Perspektive machen. Denn über Kurse bei Fernstudien-Anbietern hinaus können die wichtigsten Aspekte des professionellen Bloggens auch ganz einfach selbst eingeübt werden.

Professionelle Themen setzen

Im Mittelpunkt eines professionellen Blogbeitrages sollte immer ein Thema stehen, das mit Expertise und spannenden Perspektiven glaubhaft in Textform gebracht werden kann. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass ein Autor auch weiß, worüber er schreibt. Schließlich haben viele Leser ein genaues Gespür dafür, ob sie es mit einem Standard-Blogbeitrag zu tun haben – oder mit einem spannenden Artikel, der für sie einen erkennbaren Mehrwert mit sich bringt. Um diesen Mehrwert für Leserinnen und Leser zu generieren, sollte ein Autor vor dem Verfassen gut recherchieren, um authentisch schreiben zu können.

Dabei muss genug Zeit für die eigene Vorarbeit eingeplant werden: Welche Themen in welche Texte umgesetzt werden, ist die erste Entscheidung, die ein professioneller Blogger zu treffen hat.

Natürlich muss ein Thema auch Relevanz mit sich bringen, um Reichweite zu schaffen. Mithin geht es nicht allein um die Interessen und Kompetenzen des Autors, sondern auch um eine spannende und relevante Themenwahl. Das ist zwar ein schmaler Grat, der aber bei der richtigen Abwägung schnell die wichtigste Voraussetzung für andauernden Erfolg beim Bloggen schafft.

Leser möchten unterhalten werden

Ist das relevante Thema erst gefunden, geht es an die eigentliche Textproduktion. Und auch hier gilt: Damit Leserinnen und Leser einen längeren Blogbeitrag zu Ende lesen, muss für sie ein Mehrwert herausspringen. Umso wichtiger ist es, den Text nicht als Aneinanderreihung sachlicher Informationen zu gestalten, sondern als lebendige und authentische Gelegenheit, eine Botschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu gehört neben einer klaren Sprache natürlich auch ein positiver Grundtenor – denn wenn Leser sich unterhalten fühlen, konnotieren sie automatisch auch den gesamten Blog positiv.

Ein weiterer Nebeneffekt: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Beitrag weiterempfohlen oder gar weiterverbreitet wird. Schließlich bringt auch eine kreative Semantik mit Metaphern, Vergleichen und neuen Anekdoten Qualität in einen Blogbeitrag, der bei seinen Rezipienten in Erinnerung bleiben wird.

Und was bedeutet das konkret?

Das Beruhigendste vorneweg: Professionelles Bloggen kann jeder lernen. Insoweit ist es vor allem wichtig zu beherzigen, dass der Erfolg bei einer guten Textqualität beginnt. Zuvorderst kommt es auf eine griffige Überschrift an, die die wesentlichen Thesen des Blogbeitrages transparent macht, Neugier weckt und zugleich einlädt, sich auf den Blog einzulassen. Ausgehend von der Überschrift entfaltet sich die Struktur des Textes: Über eine einfache und klare Gliederung hinaus helfen dabei besonders Zwischenüberschriften.

Auch eine klare und gleichsam lebendige Sprache mit aktiven Satzkonstruktionen schafft leserfreundliche Texte und hilft so zu mehr Reichweite. Versuchen Sie, diese Maßgaben zu beherzigen und Textentwürfe von kritischen Korrektoren gegenlesen zu lassen, bevor ein Beitrag veröffentlicht wird. Mit Fehlern beginnt der Erfolg, das gilt erst recht beim professionellen Bloggen.

Praktische Hinweise: Reichweite und SEO

Im Gegensatz zum Hobby-Bloggen kommt es bei professionellen Weblogs noch sehr viel mehr auf eine gute Reichweite und finanzielle Perspektiven an. Dazu ist eine durchdachte SEO-Strategie unabdingbar. Diese Suchmaschinenoptimierung („Search Engine Optimization“) ist wichtig, damit möglichst viele Besucher von Online-Suchmaschinen auf den Blog gelangen – und zuvor nach ganz bestimmten Begriffen gesucht haben. Indem durch die bewusste Auswahl wichtiger Begriffe im Text ein Blogbeitrag in Suchmaschinen weit oben in den Ergebnissen angezeigt wird, steigt auch die Chance, den professionellen Blog zu monetarisieren – also Geld damit zu verdienen.

Das dauert erfahrungsgemäß zwar einige Wochen und mehrere Beiträge, ist aber eine unabdingbare Voraussetzung, um dauerhaft einen professionellen Blog zu betreiben. Mit zunehmenden Klickzahlen kann es außerdem sehr attraktiv werden, Werbe-Banner auf dem eigenen Weblog zu veröffentlichen und Kooperationen an Land zu ziehen.

Professionelles Bloggen durch Weiterbildung

Mit wenigen Maßgaben ist professionelles Bloggen also keine allzu große Herausforderung. Insgesamt kommt es vor allem auf ein Bewusstsein für die richtigen Themen, eine gute Textproduktion und die richtige Reichweite durch SEO-Strategien an. In technischer Hinsicht bieten zahlreiche Anbieter – der bekannteste darunter „WordPress“ – schnelle Zugänge, um einen eigenen Blog zu programmieren. Wem es dabei auf die Professionalität ankommt, der sollte zudem eine überschaubare Summe in das Hosting investieren.

Mit Blick auf neue berufliche Perspektiven gibt es außerdem zahlreiche Angebote, um bei Weiterbildungs-Kursen das professionelle Bloggen von Grund auf zu lernen. Bekannt ist etwa das Kursangebot des Bildungsanbieters „ILS“, der in einem zwölfmonatigen Lehrgang die wichtigsten Kompetenzen vermittelt. Auch die Fernschule „SGD“ bietet zahlreiche Kurse an, um anschließend beruflich als professioneller Blogger Fuß zu fassen. Dort werden neben redaktionellen Fertigkeiten auch Textproduktion und technische Fähigkeiten vermittelt.

Vor allem aber kommt es dabei auch auf die persönliche Freude beim Bloggen an: Denn wer mit Spaß und Motivation ein Blogprojekt vorantreibt, hat die besten Chancen, später auch Arbeitgeber und Unternehmen von sich und dem eigenen Blog zu überzeugen.

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